Die Tutorenprojekte sind durch eine enge Kooperationen der außerschulischen Jugendarbeit und einer Schulsozialarbeiterin im Osnabrücker Nordkreis entstanden. Das katholische Jugendbüro Osnabrück Nord hat diese Projekte in zentraler Weise mitgeprägt und von Anfang an begleitet. Inzwischen gibt es ein weiteres Tutorenprojekt nach diesem Beispiel auch im Emsland. Es wird an einer weiteren flächendeckenden Ausbau dieser Kooperationen im Osnabrücker Nordkreis und darüber hinaus gearbeitet.

Bei den Tutorenprogrammen an den Haupt- und Realschulen (HRS) im Dekanat OS-Nord geht es um eine Kooperation außerschulischer Partner mit der Schule zur Förderung der Eingliederung der jährlich neuen Fünftklässler und der Sensibilisierung und Ausbildung der Neunt- bzw. Zehntklässler zu verantwortlichen Jugendleitern.

Durch das Tutorensystem soll eine Verbesserung des Schulklimas kurz- und langfristig erreicht werden und die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Jugendlichen ihre Verantwortung für die Mitgestaltung des „Lebensraums Schule“ erkennen und sich Kompetenzen aneignen, die für die Wahrnehmung dieser Verantwortung förderlich sind. Die einzelnen Schüler übernehmen dabei mehr Verantwortung für die eigene Schule und das Klima auf dem Pausenhof, während des Unterrichts und besonders in ihrer Freizeit.

Durch die Ausbildung der Neuntklässler zu Jugendleitern (JuLeiCa Inhabern) und die folgende Tätigkeit im Schuljahr, werden zudem wertvolle Schlüsselqualifikationen und eine bewusste Entscheidung für ein aktives politisches Engagement im sozialen Nahraum gefördert und für eine alternative Freizeitgestaltung gesorgt.

Für viele Tutoren entstehen durch die Kontakte zu den außerschulischen Partnern, erste aber nachhaltige Schritte ins Ehrenamt und in den Wirkungsbereich demokratisch organisierter Jugendorganisationen und –verbände auch über das System Schule hinaus.

Die durch das Projekt gesteigerte emotionale Bindung zur selbst mitgestalteten Schule und der Spaß, der durch den neuen Erlebnis- und Beteiligungscharakter an der Schule für die Tutoren aber vor allem auch für die Fünftklässler entsteht, trägt erheblich zum Gelingen der Tutorenprogramme bei.

Das Haus Haus »Maria Frieden« unterstützt das Katholische Jugendbüro bei der Umsetzung. Nachfolgend sind die jeweiligen Bausteine der Kooperationspartner aufgelistet:

Tutorenschulung im Haus »Maria Frieden«

  • Kennen lernen
  • Ich als Gruppenleiter (Um verantwortungsbewusst eine Gruppe zu leiten, muss man sich selber kenne; Stärken und Fähigkeiten; Selbst- und Fremdeinschätzung; Welche Ziele habe ich bei meiner Tutorentätigkeit?)
  • Ich im Team (Reflexion des eigenen Teamverhaltens)
  • Gruppenpädagogik (Gruppenphasen, Rollen in Gruppen)
  • Spielpädagogik
  • Erlebnispädagogik

Weitere Ausbildung durch das Dekanatsjugendbüro:

  • Umgang mit Konflikten/Außenseiter in Gruppen
  • Planung von Gruppentreffen
  • Rechte und Pflichten eines Gruppenleiters/Tutors
  • Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
  • Nähe und Distanz

 

Bei weiteren Fragen zu den Tutorenschulungen wenden Sie sich gerne an: Maren Klösener